Asperger-Autismus


Literaturempfehlungen - nicht nur der kriminellen Art

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Mallorys

Orakel

Der Mann
der die
Frauen belog

Tödliche 
Kritiken


Der
steinerne
Engel

 

Das
Judaskind
Hier oben die vier Bände mit Kathleen Mallory, in denen immer mal wieder das Wort Hochbegabung vorkommt.
Im letzten Band "Der steinerne Engel" gibt es auch einen Autisten. Carol O'Connel versteht es, einem die besondere Wahrnehmung außergewöhnlicher Charaktere verständlich zu machen.
Der links abgebildete Band "Das Judaskind" verrät viel von kindlicher Vorstellungskraft, gehört aber nicht zu den Fortsetzungsbänden oben.

Autorenportrait
Carol O'Connell, geboren 1947, lebt in New York. Sie ist die Autorin mehrerer Bestseller und schuf mit Kathleen Mallory eine der originellsten und bestechendsten Detektivfiguren in der Kriminalliteratur. Nach ihrem Kunststudium stellte Carol O'Connell jahrelang surrealistische Gemälde in Cafes aus und finanzierte ihren Unterhalt mit Gelegenheitsjobs, sie ist die Spitzenriege der Krimiautorinnen.


 

Der
Sonderling
Ruth Rendell, die auch unter dem Pseudonym Barbara Vine schreibt, hat wirklich ein Händchen für skurile Typen. In "Der Sonderling" ist es nicht nur der Sonderling selbst, die Figuren der Verwandten und anderen Akteure sind mindestens ebenso schräg.
Wahrnehmungsstörung, tiefgreifende Beziehungsstörung, Realitätsverlust, leicht autistisches Verhalten, ADS, psychosoziale Störung: Vieles was so durch die Internetforen geistert, erwähnt Ruth Rendell mit keinem Wort, aber sie beschreibt es erstklassig.

Urteil 
in 
Stein
Der großbürgerlichen Familie Coverdale fehlt eigentlich nur noch eine Haushaltshilfe zu ihrem Glück. Als sie die etwas unsympatische, aber tüchtige Eunice engagieren, sind sie begeistert von ihrer Perle. Sie ahnen nicht, daß das Schicksal der Familie bereits besiegelt ist, denn mit Eunice haben sie sich den Tod ins Haus geholt. 
Eunice ist Analphabetin, was einem auf den ersten Blick nicht sehr tragisch erscheint, aber tragisch endet. Die Beschreibung einer Person, die ihr Handykap verzweifelt zu verbergen versucht.
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Buntschatten und Fledermäuse

In Kreisen der Asperger-Autisten wird Axel Brauns aufgrund seiner Fernsehauftritte manchmal als Berufsautist bezeichnet, das Buch mit dieser Begründung abgelehnt.
Das autistische Spektrum hat viele Varianten. Mir erscheinen die missverstandenen Bezeichnungen in der Kindheit als ziemlich normal, die körperlichen Missempfindungen als typisch autistisch, das Nichterkennen von Gesichtern, auch als Prospagnosie bekannt, als nicht zwangsläufig autistisch.
Man sollte nicht glauben, dass man jeden Autisten versteht wenn man dieses Buch gelesen hat, aber es bietet viel wenn man leicht autistisches Verhalten von Kindern, die es noch nicht selbst artikulieren können, besser verstehen möchte. Es bietet dies auf eine leichte, amüsante und manchmal dickfellige Weise, die für die Verwandten von Menschen mit Autismus recht hilfreich sein kann.
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Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

Es ist zwanzig Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Aber eine Szene habe ich seitdem in Erinnerung, ich fand sie damals beeindruckend und finde sie heute noch logisch und passend für die autistische Sichtweise: Ein Indianer wird nie verstehen, wie ein Amerikaner es aushält, den ganzen Tag im Büro zu sitzen um anschließend auf überaus komplizierte Weise zu versuchen einen winzigen Golfball mittels Schläger in ein weit entferntes Loch zu bekommen. Wenn der Ball denn genau dahin soll, ist es einfacher ihn dahin zu tragen und mit der Hand in das Loch zu legen.
Nie würde ich es wagen zu behaupten: exessives Tragen des Babys im Tragetuch produziert einen Autisten, dazu braucht es sicher auch noch etwas Genetik, aber einige Mütter aus dem aut. Bekanntenkreis machen sich schon Gedanken.
Die Teilnahme des Babys am alltäglichen Geschehen in Aufrechter Haltung dürfte anders prägen als das Liegen im Bettchen im Einzelzimmer.
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Der unheimliche Fremdling
Das autistische Kind
Dieses Buch erschien 1974 und dürfte nur noch gebraucht zu bekommen- oder in guten Bibliotheken vorhanden sein.
Wenn man mit einem ungewöhnlichen Kind die Stationen der Diagnostik durchläuft taucht oft das Wort "Wahrnehmungsstörung" auf, ohne dass jemand genau erklärt was da abläuft.
Delacato wird aus der Rehabilitation von Unfallgeschädigten zu den autistischen Kindern versetzt und muß sich in die spezielle Problematik erst hineinfinden. Auf humorvolle Weise beschreibt er wie er Erscheinungsformen und mögliche Ursachen von Wahrnehmungsstörungen verknüpft.
Sicher hat die Technik der med. Diagnostik inzwischen genauere Verfahren entwickelt, sicher gibt es auch hinsichtlich einer Therapie aktuellere Informationen, aber wer sich über die ungewöhnliche Wahrnehmung  von Kindern - auch mit nur leicht autistischen Zügen - informieren will, der wird hier einige Aha-Erlebnisse haben.
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